Deutsche Wasserhistorische Gesellschaft e.V.
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20. Fachexkursion 2016 der BWK-Bezirksgruppe Köln/Bonn

Text und Fotos: Wolfram Such

Am Mittwoch, 28. September 2016, starteten rund 25 Teilnehmer von Köln und Bonn aus zu einer viertägigen Busexkursion nach Regensburg und Passau an der Donau. Der erste Besuch galt dem früheren Zollhafen In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz. Hier entsteht am linken Rheinufer in direkter Anbindung an Altstadt und City seit 2010 bis 2025 auf einer Gesamtfläche von 30 ha einschließlich 8 ha Hafenbecken ein dem Wasser geöffnetes kombiniertes Arbeits-, Wohn- und Freizeitquartier mit endgültig geschätzten ca. 1.400 Wohneinheiten für ca. 2.500 Einwohner und ca. 4.000 Arbeitsplätzen. An der Entwicklung, Erschließung und Vermarktung der neuen Gewerbe-, Misch- und Wohnflächen sind die CA Immo Deutschland und die Stadtwerke Mainz AG als zuständiger Ver- und Entsorger beteiligt. Bei Besichtigung der bereits errichteten Infrastrukturanlagen und Gebäude fand ein reger Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit dem vergleichbaren Vorhaben Rheinauhafen Köln in Bezug auf Hochwasserschutz und –sicherheit, hier angelegt für ein 200-jähriges Ereignis plus Aufschlag von 30 cm am Pegel Mainz statt. Nach gemeinsamem Mittagessen in der unter einer Neigung von sieben Grad gegenüber der Senkrechten ausgerichteten, in die historische Hafenbebauung integrierten neuen Kunsthalle erreichte die Gruppe vor Eintritt der Dunkelheit ihre Unterkunftsstätte für die nächsten vier Tage in einer der engen Gässchen der mehr als 2000 Jahre alten Stadt Regensburg am nördlichsten Punkt der Donau im Schatten des gleichzeitig mit dem zu Köln errichteten Doms.

Der ausführliche Reisebericht zur BWK Fachexkursion zum Download
DWhG_Reisebericht_BWK-Fachexkursion 2016[...]
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Bilder zum Reisebericht zur BWK Fachexkursion zum Download
DWhG_Reisebericht_BWK-Exkursion_Bilder.p[...]
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Bericht über die DWhG-Exkursion nach Neapel und zu den Phlegräischen Feldern vom 30. Mai bis 05. Juni 2016

Text: Lothar Tölle, Fotos: Gerd Hoffmann

Im Park des Hotels „Miglio d‘Oro“

Ein langgehegter Wunsch zahlreicher DWhG- Mitglieder konnte in diesem Frühjahr verwirklicht werden. Nach langer und intensiver Vorarbeit, insbesondere durch Herrn Prof. Döring in engem Zusammenwirken mit dem DWhG-Vorsitzenden, Herrn Such, erlebten rund 50 Teilnehmer eine erlebnisreiche Exkursionswoche. Sie war gefüllt sowohl mit hochinteressanten und informativen Besichtigungen von antiken Denkmälern und Konstruktionen als auch weiteren Sehenswürdigkeiten um und in Neapel, der quirligen „Hauptstadt“ Süditaliens mit ihrer überaus reizvollen Umgebung.

Der ausführliche Reisebericht inkl. vieler Fotos zum Download
DWhG_Reisebericht_Neapel_2016.pdf
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Ergänzung zum Bericht über die DWhG-Exkursion an den Golf von Neapel und zu den Phlegraeischen Feldern von der Teilnehmerin Dr. Christel Happach-Kasan, BAäk
DWhG_Reisebericht_Neapel_2016_Zusatz_Fau[...]
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Einmaliges Island

Weitere Impressionen finden Sie in unserer Bildergalerie Einmaliges Island.

Am 31. Mai 2015 starteten 35 Mitglieder des BWK-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen mit einigen Gästen vom Rhein-Main-Flughafen zu einer einwöchigen Exkursion nach Island. In die Planung und Gestaltung des Reiseprogramms waren die Erfahrungen aus einer vom BWK-Ausbildungsreferenten Prof. Dr. K. Rathke und Prof. Dr. Müller an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Höxter im Mai 2013 veranstalteten Studentenexkursion eingeflossen.

Von dem in der Nähe des Stadthafens der Landeshauptstadt Reykjavik  mit Blick auf die architektonisch spektakuläre, von wechselndem LED-Licht strahlende Glasfront der neuen Harpa Konzert- und Konferenzhalle und die Berge Westislands gelegenen Hotel unternahmen die Teilnehmer fünf Tagesausflüge.

Der erste folgte dem „Goldenen Kreis“ über das großzügig autobahnartig ausgebaute Straßennetz der Hauptstadt zur eindrucksvollen Allmännerschlucht mit dem „Gesetzesfelsen“, seit dem Jahr 930 Versammlungsstätte („Altthing“) und Beschlussort für Gesetze und andere Entscheidungen des frühen Inselparlaments, zugleich Nahtstelle zwischen europäischer und nordamerikanischer Kontinentalplatte, die als Teil des untermeerischen mittelamerikanischen Rückens sichtbar und mit außergewöhnlicher vulkanischer Aktivität die Insel von Südwest nach Nordost durchzieht. Weitere Ziele waren das Heißquellengebiet mit dem Geysir, der allen Springquellen der Welt den Namen gegeben hat und sein kleinerer, aber besonders aktiver Nachbar, der Strokkur,  schließlich der Gullfoss-Wasserfall, der sich über zwei Stufen von 11 m und 21 m Höhe tosend in eine tiefe Schlucht ergießt. Der Besuch galt weiter einer ausgedehnten Gewächshausanlage, in der das durch Bohrungen erschlossene Heißwasser zur ganzjährigen Tomatenzucht genutzt wird.

Der zweite Tag begann mit einem Besuch bei Reykjavik Energie, dem Ver- und Entsorger der Hauptstadt und der umliegenden Region, mit umfassenden Informationen über Produktion, Verteilung und Verkauf von Elektrizität, Kalt- und Heißwasser, Abwasser und der Übertragung elektronischer Daten sowie Abfallentsorgung und einem Überblick über die von dem Unternehmen betriebenen Kraftwerke und Anlagen zur Nutzung geothermischer Energie.

Nach einer Führung durch die Innenstadt,  u.a. mit Rathaus, Parlamentsgebäude, der lutherischen Domkirche und wegen seiner Hügellage inmitten der City weithin sichtbaren Hallgrimskirche mit ihren, den isländischen Landschaftsformen nachempfundenen Stilelementen und der Statue des Amerika-Entdeckers Leifur Erikson.

In der Hauptstadt Reykjavik leben ca. 130.000 Einwohner. Unter Einschluss der sich um die Hauptstadt immer mehr ausdehnenden Nachbarorte beherbergt der Großraum zwei Drittel der Gesamtbevölkerung Islands von rund 325.000 Einwohnern. Das weitere Bevölkerungsdrittel verteilt sich auf das übrige Land von etwa der Gesamtgröße der früheren DDR mit einer Einwohnerdichte von etwa 3 Menschen je Quadratkilometer.

Anschließend ging die Fahrt auf die sich südwestlich des hauptstädtischen Ballungsgebietes, zu dem auch der internationale Flughafen Keflavik gehört, erstreckende, dünn besiedelte Halbinsel Reykjanes mit heißen Schlammquellen, Geothermalgebieten und erloschenen Vulkanen, einigen malerischen Fischerorten entlang der Küste sowie zur „Blauen Lagune“, einem vielbesuchten, mit dem Ablauf eines Geothermalkraftwerkes gespeisten Wellnesszentrum.

Der nächste Tagesausflug führte nach Osten an die Südküste der Insel mit mehreren, bis zu über 60 m hohen Wasserfällen, ausgedehnten schwarzen Lavastränden, bizarren Felsnadeln,  ausgespülten Gesteinstoren  und einem von der Meeresbrandung freigelegten mächtigen Basaltschlot. Vom Meeresufer bot sich ein Blick auf die der Küste vorgelagerten Westmännerinseln mit der Hauptinsel Heimaey,  die an den dramatischen Ausbruch des Helgafill-Vulkans im Jahr 1973 erinnert. Auf dem Programm stand weiter der Besuch des Volcano Houses nahe dem Eyjafjallajökull mit der Vorführung eindrucksvoller Filme über den Vulkanausbruch  vom 14. April bis 23. Mai 2010, dessen weltweit verdriftete Staubwolke zeitweise den europäischen Flugverkehr zum Erliegen brachte.

Die an zwei Tagen vorgesehenen Fahrten auf verschiedenen Hochlandpisten und die Besichtigung des Burfell-Wasserkraftwerkes mussten wegen der zwischenzeitlich nochmals eingetretenen Schneefälle leider abgesagt werden. Dafür wurde uns eine Fahrt in einem Spezialbus mit besonders hohem Radstand in ein Tal mit reißenden Gletscherabflüssen bis an die Gletscherzunge geboten, die beim Ausbruch des Eyjafjallajökull weitgehend abgeschmolzen ist.

Der letzte Tagesausflug führte in den Westen der Insel zur größten genutzten Heißwasserquelle, weiteren Wasserfällen und zur Wirkungsstätte des Verfassers der ältesten Schriftquellen Islands.

Der Samstag, ein Tag zur freien Verfügung, diente u.a. dem Besuch der zahlreichen Museen in Reykjavik, wie dem Isländischen Nationalmuseum, mit eindrucksvollen Darstellungen der Geschichte und Entwicklung des Landes von der Erstbesiedlung durch die Wikinger um 860 bis in das Computerzeitalter.

Neben den eindrucksvollen Naturwundern hat der Berichterstatter als nachhaltige Erkenntnis während der Reise den gewaltigen Wachstumssprung wahrgenommen, den Island trotz der bis vor kurzem erlittenen Naturkatstrophen und den Auswirkungen der Finanzmarktkrise mit drohendem Staatsbankrott, seit seinem ersten Besuch im Jahr 1974 erleben konnte, bei dem erstmalig eine vollständige Umrundung der Insel, damals noch weitestgehend über Schotterpisten, möglich gewesen ist.

Wir beglückwünschen die Isländer zu dieser Aufbauleistung und den Organisatoren der Exkursion für die uns gebotenen Eindrücke!

W. Such

Weitere Impressionen finden Sie in unserer Bildergalerie Einmaliges Island.

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